1950 – 1959

1950

  • Die ersten Jugendleiterlehrgänge in Zusammenwirken mit der Volkshochschule Bayreuth beginnen.
  • Der KJR bemüht sich um die Einrichtung der Jugendherberge.
  • Die Vollversammlung protestiert gegen den Verkauf von Kriegsspielzeug.
  • Die langen Auseinandersetzungen zwischen dem KJR und dem GYA, der Jugendbetreuung durch die amerikanische Armee, wegen unterschiedlicher Auffassungen über Jugendarbeit, werden beendet.
  • Neben der Durchführung des Staffellaufs „Quer durch Bayreuth“ erweitert der KJR das Programm der Jugendmeisterschaften auf die Sportarten Fechten, Rollschuhlaufen und Radfahren.
  • 300 Bayreuther Jugendliche reisen mit einem Sonderzug nach München und nehmen dort an einer „Europa-Kundgebung“ teil.
  • Der Kreisjugendring beschließt den Beitritt zum Zeltlagerring Oberfranken.

1951

  • In der Übungsschule (Jean-Paul-Schule) wird in den Sommermonaten eine Notherberge eingerichtet. Es zeigen sich bereits erste Ansätze des internationalen Jugendaustausches.
  • Neben den Heimattagen der Jugend organisiert der KJR auch eine Filmveranstaltung für die „Pfennigparade“ im Schloßturm.
  • Vorsitzender Ludwig Rodler fährt zu einer mehrmonatigen Studienreise in die USE und informiert sich über die Jugendarbeit in den Vereinigten Staaten.
  • Mit einem Stand der „Aktion Wäscheleine“, an dem Schundheftchen gegen gutes Jugendschrifttum umgetauscht werden, protestiert der KJR gegen die wachsende Flut von Schmutz und Schund.

1952

  • Jugendgruppen des KJR nehmen am 24.2 erstmal am Bayreuther Faschingszug teil.
  • Durch Veranstaltungen und den Verkauf von 8000 Losen unterstützt der Kreisjugendring Bayreuth-Stadt die „Bayerische Jugendaktion zur Linderung der Jugendnot“. Der Initiator der Aktion, der Norweger Arne Torgessen, kommt dazu eigens nach Bayreuth. Auch der Bayerische Rundfunk berichtet in einem Fünfergespräch, an dem auch 1. Vorsitzender Ludwig Rodler und Jugendamtsleiter Heinrich Lehr teilnehmen, über Bayreuther Initiativen der Aktion, in deren Rahmen der Madrigalchor der Universität Bristol (England) in Bayreuth ein Konzert gibt. Auch die Erlöse aus einer Aufführung des Mozart Singspiels „Bastien und Bastienne“ durch die Katholische Jugend Bayreuths sowie aus einem Motorradfußballspiel sollen die Jugendnot lindern helfen. Die Nettoeinnahme bringt 1199,- DM für Bayreuth. Dieses Geld wird vom KJR an die Gewog Bayreuth weitergegeben, um damit die Freigabe von zwei Räumen in der Jugendherberge zu erreichen.
  • Der KJR bietet erstmals den Jugendlichen den Besuch von Jugendfilmveranstaltungen zusammen mit dem Städtischen Jugendamt im Evangelischen Gemeindehaus sowie eine Fotoorientierungsfahrt an.
  • Bei der Stadtbücherei wird einen Jugendleiterbücherei eingerichtet.

 1953

  • Am 11. Februar geben die Jugendgruppen des KJR einen großen bunten Abend im Evangelischen Gemeindehaus unter dem Motto „199 Minuten im Kreise der Jugend“.
  • Der KJR führt die Bundesjugendspiele für die berufstätige Jugend Bayreuths durch.
  • Bereits 41 Jugendgruppen gehören dem Kreisjugendring Bayreuth-Stadt an.
  • Karl Wachs wird 2. Vorsitzender.
  • In der Jugendherberge Wirsberg findet der Lehrgang „Deutscher Osten“ mit Teilnehmern statt.

1954

  • Im Schloßturmsaal wird eine Ausstellung der Französischen Jugend gezeigt. In einer Zeit, in der die deutsch-französische Freundschaft noch in den Kinderschuhen steckt, bemüht sich so der Bayreuther Kreisjugendring um Kontaktaufnahme mit der französischen Jugend.

1955

  • Im Mittelpunkt der KJR-Arbeit stehen die Bemühungen um die Freigabe des Jugendheimes, in dem verschiedene städtische und staatliche Dienststellen untergebracht sind.

1956

  • Die Reihe von Konzerten junger Künstler im Neuen Therater beginnt, bei denen der KJR als Veranstalter auftritt.
  • Im Anschluss an eine Fahrt entlang der Grenze zur CSSR findet in Schneiderberg (Bayerischer Wald) ein Seminar der Vorstandschaft statt.
  • Gemeinsames Wochenende mit den „Pirnaer-Puppenspielen“ in Streitberg.
  • Nach längeren Bemühungen werden einige Räume im Jugendheim an der Hindenburgstraße den Jugendgruppen zur Verfügung gestellt.

1957

  • Im Wintergarten des Hotels „Post“ stellt der KJR den Gesetzentwurf zum Jugendarbeitsschutzgesetz zur Diskussion. An der Veranstaltung nehmen rund 100 Personen teil.
  • Der KJR übernimmt die Trägerschaft des Jugendfestspieltreffens, an dem sich 500 Jugendliche aus 15 Nationen beteiligen.
  • Unter der Leitung von Dr. Karl Würzburger findet auf Burg Hohenberg an der Eger ein Gespräch mit Jugendleitern über „Das Tagebuch der Anne Frank“ statt.

1958

  • Anlässlich des 10jährigen Bestehens des KJR wird eine Broschüre herausgegeben, in der sich ein Rechenschaftsbericht der KJR und die Visitenkarte der Jugendgruppen vereinigen.
  • Der KJR beginnt eine Reihe von internationalen musischen Wochenenden mit dem Auslandsamt der Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf Burg Hohenberg a. d. Eger: Dazu kommen die Teilnehmer sogar aus Ungarn, Skandinavien und Griechenland. Die Presse berichtet darüber mit der Schlagzeile „Bayreuth und Teheran tragen sich am Grenzfluss“.
  • Ein Großteil der Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte wird auch 1958 dem Jugendfestspieltreffen gewidmet.
  • Es finden Schwimmwettkämpfe mit Unterstützung des Schwimmvereins statt.
  • Beim ersten Heimwettbewerb vergibt der KJR Preise für die bestgestalteten Jugendheime in Bayreuth.
  • Beginn der regelmäßigen offenen Werkabende und Werklehrgänge im Städtischen Jugendheim unter Leitung von Karl Neukam.

1959

  • Der KJR schreibt den Fotowettbewerb „Jugend in ihrer Heimat“ aus.
  • In einem Fußballturniert der Jugendgruppen wird um den Jugendringpokal gekämpft.
  • 1- Vorsitzender Ludwig Rodler wird in das Präsidium des neu gegründeten Freundeskreises „Jugendfestspieltreffen“ berufen.